Lernpatenprojekt - keiner darf verloren gehen

Hintergrund und Ziele des Lernpatenprojekts

Das Lernpatenprojekt "keiner darf verloren gehen" findet seit 2007 statt und wird an ca. 120 Schulen des Landes Rheinland-Pfalz für etwa 540 Kinder durchgeführt. Im Raum Landau und Südliche Weinstraße hat unser Kinderschutzbund das Projekt im Januar 2021 von der Bürgerstiftung Pfalz übernommen, die Lernpat*innen des Netzwerks Ehrenamt der Stadt Landau integriert und ist fortan hauptverantwortlicher Träger dieses wertvollen Engagements.

Ziel des Projekts ist es, die Bildungs- und Entwicklungschancen von benachteiligten Kindern zu verbessern. Gründe für eine Patenschaft können z.B. sein:

  • Flucht-/Migrationshintergrund
  • soziale Benachteiligung
  • schwierige familiäre Situation
  • persönliche Risikofaktoren

Kinder, die in materiell oder sozial schwierigen Lebenssituationen aufwachsen, haben in der Regel eine geringere Lebenszufriedenheit, sind häufiger niedergeschlagen, können sich schlechter konzentrieren, sind in ihrem Verhalten auffälliger, haben schlechtere Schulnoten und schaffen seltener den Übergang auf ein Gymnasium.

Dem Lernpatenprojekt gelingt es nachweislich, die Bildungschancen von diesen Kindern zu erhöhen. Die Unterstützung führt etwa zu einer höheren Motivation bei den Patenkindern, sie sind konzentrierter und besser in die Klassengemeinschaft integriert. Sie verbessern ihre emotionalen und sozialen Fähigkeiten, ihre Schulnoten sowie - bei Kindern mit Migrationshintergrund - ihre deutsche Sprachkompetenz.

Rolle und Aufgaben der Lernpat*innen

Die Lernpat*innen leisten einen Beitrag zur Kompetenzförderung der Kinder, bezogen auf ihre emotionalen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten. Ein von den Lehrkräften ausgewähltes Kind wird von den Lernpat*innen ein bis zwei Stunden in der Woche betreut. Die Betreuung findet für gewöhnlich an der Schule, meist parallel zum Unterricht außerhalb des Klassenraums oder während der Nachmittagsbetreuung statt. Die Begleitung der Patenkinder erfolgt in enger Abstimmung mit der jeweiligen Klassenleitung.

Die Lernpat*innen spenden Zeit und Zuwendung, fördern und geben Alltagstipps. Sie sind weder Nachhilfelehrer*innen noch Therapeut*innen. Der Aufbau einer guten Beziehung zum Patenkind steht im Vordergrund und setzt einen kontinuierlichen, verlässlichen und wertschätzenden Kontakt zum Patenkind voraus. Die Lernpat*innen begegnen den Kindern mit Respekt, Einfühlungsvermögen und Interesse.

Lernpat*in werden - wie geht das?

Voraussetzung für den Einsatz als Lernpat*in ist neben der Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses die Teilnahme an einer 30-stündige Schulung, durchgeführt von Diplom-Psychologin Vanessa Lang, einer Fachkraft unseres Kinderschutzbundes. Inhalte der Ausbildung sind u.a. die Rolle der Lernpat*innen, Beziehungsgestaltung, Kommunikation, Motivation, Lernen, Spiele und methodische Ansätze. Auch während der Praxis ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit werden die Lernpat*innen regelmäßig gecoacht und sind jederzeit eng an die Schule und die Lernpatenmentorin angebunden. Der Einsatzbereich sind vorrangig Grundschulen im Kreis Landau/SÜW. Für ihre Tätigkeit sollten die Lernpat*innen mindestens für ein Schuljahr zur Verfügung stehen.

Bei Interesse, sich ehrenamtlich als Lernpat*in zu engagieren, melden Sie sich gern für ein Vorgespräch per E-Mail unter lernpaten@blauer-elefant-landau.de Sie erhalten dort auch Infos zu den nächsten Schulungsterminen.


Gefördert und unterstützt durch: