Telefonische Sprechzeiten bis zum 19. April

Das Familienleben hat sich durch die Pandemie grundlegend geändert. Viele Familien verbringen ihren Alltag fast ausschließlich zuhause.

Wie kann in dieser Situation das Familienleben gestaltet werden? Wie ist das in Familien, wo die Eltern getrennt sind und die Kinder wechseln? Welche Fragen stellen sich für Familien, um mit diesen Herausforderungen umzugehen? Es braucht eine neue Struktur im Alltag, Gewohnheiten verändern sich, aber wie setze ich diese um? Und nicht zuletzt: Wie erkläre ich meinem Kind, was gerade passiert, ohne Ängste zu schüren?

Wie können Eltern und Kinder gemeinsam dafür sorgen, dass alle respektvoll miteinander umgehen und was kann jeder Einzelne dafür tun, dass Konflikte nicht aus dem Ruder laufen?

Was hilft Familienmitgliedern, sich in Stresssituationen zu beruhigen?

Um Familien in dieser herausfordernden Zeit zu unterstützen, bietet unser Team im Landauer Kinderhaus BLAUER ELEFANT ab sofort folgende Telefonzeiten an:

Jugend- und Familienberatung (141426) und Kinderschutzdienst (141420):  

Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 17:00 Uhr

Freitag von 9:00 bis 12:00 Uhr

Geschäftsstelle des Kinderhauses BLAUER ELEFANT (141414): 

Montag, Dienstag und Donnerstag von 9:00 bis 12:00 Uhr


Eltern fragen, der BLAUE ELEFANT antwortet

Ab sofort beantworten unsere Expertinnen von der Jugend- und Familienberatungsstelle jeden Donnerstag eine neue Frage.

Thema 1/26.3.2020: Umgang und Übergaben in Zeiten von COVID-19 „Kann man das Umgangsrecht zum getrenntlebenden Elternteil aussetzen?“

Die Antwort auf diese Frage ist Nein.

Einzige Ausnahme ist, wenn eine Ansteckung vorliegt und das Kind bzw. die Familie vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gesetzt wird. Allein die Aussage eines Elternteils darüber genügt nicht und das gilt in beide Richtungen. Der Umgangsberechtige kann nicht einfach das Kind behalten.

Was also tun, wenn man Angst hat?

In allen Umgangs- und Übergabesituationen ist es wichtig, sich darauf zu konzentrieren, wie man die Übergabesituation für das Kind so angenehm und angstfrei wie möglich gestalten kann. Das Kind soll unbeschwert von einem Elternteil zum anderen gehen und zurückkehren dürfen.

Am besten funktioniert das natürlich, wenn man sich als Eltern über Sorgen wie Corona austauschen kann. Es hilft aber auch, nicht sofort das Schlimmste zu befürchten, und zu vertrauen, dass der andere Elternteil nicht die Absicht verfolgt - nun mit Hilfe von Corona - das Kind zu entziehen. Es geht darum, den anderen zu beruhigen und einander zu versichern, das Bestmögliche zu tun, um eine Ansteckung zu vermeiden. Dabei kann man sich darauf verlassen, dass niemand sich selbst oder sein Kind absichtlich anstecken würde. Dieses zerrüttete Vertrauen ist natürlich oft der Knackpunkt. Nach einer bitteren Trennung fehlt es.

Aber Corona bringt uns dazu, dass wir unsere alten Gewohnheiten – gute und schlechte – überdenken. In Krisen sind wir dazu aufgefordert, neue Wege zu gehen. Dazu gehört vielleicht auch der Umgang mit dem Expartner.


Familientipps zum Umgang mit der Corona-Krise

Liebe Familien aus Landau und dem Kreis Südliche Weinstraße,

da unser aller Alltag wegen der Corona-Krise zurzeit Kopf steht, hat unser Verein einige Tipps gesammelt, wie Kinder, Jugendliche, deren Eltern und Angehörigen gut durch die Zeit der Kita- und Schulschließungen sowie der Ausgangssperre kommen können.

Unsere wichtigste Botschaft ist: Den Druck für Alle reduzieren, auch wenn gerade alles anders, neu und ungewohnt ist. In vielen Haushalten leben jetzt Familien, die aufgrund der Nachrichtenlage verunsichert sind. Und die gleichzeitig eine Situation erleben, im Homeoffice zu arbeiten, ihre Kinder über den Tag und wahrscheinlich über eine längere Zeit zu Hause bei Laune zu halten und sie als Schulkinder unterrichten zu müssen. Das alles gemeinsam zu bewältigen, erfordert nicht nur viel Geduld und Einfallsreichtum sondern auch ein neues Zeitmanagement im Alltag zu etablieren und sich als "Lehrer*in" zu erproben. Die gute Nachricht ist: Es ist auch nicht notwendig. Die Situation ist außergewöhnlich. Sie gemeinsam gut zu bewältigen, ist wichtiger als das Durchpauken des Matheheftes.

Die Kitas und Schulen sind geschlossen, der Sportverein sagt das Training ab und der Besuch bei Freunden und Verwandten ist nicht mehr möglich. Kinder nehmen die Krisensituation wahr, sie spüren auch die Belastung der Eltern. Umso wichtiger ist es, als Familie gemeinsam die Situation zu besprechen: Warum sind die Maßnahmen notwendig? Aufklärung nimmt Ängste und manch eine bisher unausgesprochene Befürchtung, kann in Gesprächen die Wucht genommen werden.

Die Stadt Wien verbreitet über ihre Online-Kanäle ein kindgerechtes Erklärvideo: https://www.youtube.com/watch?v=_kU4oCmRFTw

Die Kinderseiten haben ebenfalls kindgerechte Informationen zusammengestellt: https://seitenstark.de/kinder/thema-der-woche/coronavirus 

Was tun, wenn die Familie in Quarantäne ist? Schöne Beschäftigungsideen für Zuhause hat die Autorin und Diplom-Pädagogin Susanne Mierau auf ihrem Blog gesammelt: https://geborgen-wachsen.de/2020/03/14/familienalltag-zu-hause-gestalten

Damit Kinder aller Altersgruppen auch zuhause lernen können, hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk sein Lernprogramm in den Mediatheken erweitert: https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/schulfernsehen/index.html Außerdem flimmert "Die Sendung mit der Maus" nun täglich über den Bildschirm.

Viele Illustrator*innen stellen jetzt ihre Ausmalvorlagen kostenlos im Netz zur Verfügung. Wem also die Zeichenideen so langsam ausgehen, findet hier Druckvorlagen und neue Inspiration: www.illustratoren-gegen-corona.de

Die Initiative "Schau hin" sammelt auf ihren Seiten Tipps zum kreativen Umgang mit Medien. Wer gemeinsam ein Video drehen oder gar programmieren lernen möchte, findet hier viele Infos: https://www.schau-hin.info/tipps-regeln/ideen-fuer-kreative-mediennutzung

Abschließend soll eines nicht zu kurz kommen: Viel Zeit auf wenig Raum ist für viele Familien sehr belastend. Die "Nummer gegen Kummer" ist für Eltern, Großeltern und Kinder auch weiterhin per Telefon, Email und Chatfunktion erreichbar: https://www.nummergegenkummer.de


Coronavirus legt Landauer Entenrennen lahm

Dieses Jahr werden sich am Samstag, 25. April nicht wie geplant über viertausend Quietscheenten auf dem Queichabschnitt zwischen Waffenstraße und Bachgasse tummeln. Nicht einmal ein "Geisterentenrennen" wird es geben. Um den Ausbruch von Covid-19 in der Region zu verlangsamen und Kinder, Jugendliche und deren Familien präventiv zu schützen, sagt der Kinderschutzbund Kreisverband Landau-SÜW e.V. sein Charity-Event des Jahres, das "Große Landauer Entenrennen" ab. Ob es im Herbst nachgeholt werden kann, steht zurzeit noch in den Sternen. Die Entscheidung bedeutet finanzielle Einbußen für den Verein von rund 15.000 Euro. Ein tragischer Verlust - noch dazu zum 40. Kinderschutzbund-Geburtstag.

"Als Organisation, deren Hauptaufgabe es ist, Kinder zu schützen, halten wir uns nicht nur an die dringende Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und dem Robert-Koch-Institut, welche besagt, Freizeitveranstaltungen mit mehreren hundert Besuchern, bei denen Kontakt auf engstem Raum besteht, abzusagen. Als Einrichtung, die vorwiegend mit Heranwachsenden arbeitet, gilt für unsere Arbeit auch der Beschluss des Landes Rheinland-Pfalz, der dazu aufgerufen hat, Schulen und Kindergärten bis zum Ende der Osterferien zu schließen", gibt Heinrich Braun, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes bekannt.

Bereits seit Montag ist das Kinderhaus BLAUER ELEFANT im Nordring 31 mit den Fachbereichen Jugend- und Familienberatung und Kinderschutzdienst geschlossen. Aufgrund dessen müssen Hilfen für Kinder, Jugendliche und deren Familien, die etwa von seelischer, körperlicher oder sexueller Gewalt oder auch einer Trennung oder Scheidung ihrer Eltern betroffen sind, vorerst auf telefonische Beratungsangebote vormittags zwischen 9:00 und 12:00 Uhr umgelegt werden. Auch der Kinderladen-Flohmarkt und der Eltern-Kind-Treff, ein Familienbildungsangebot für Kleinstkinder ab der Geburt mit ihren Müttern und Vätern im Mehrgenerationenhaus Landau am Danziger Platz 18, wurden bis auf Weiteres eingestellt. Als kleinen Ersatz für den zehnwöchigen Elternkurs "Starke Eltern - Starke Kinder" wird dienstags von 20:00 bis 22:00 Uhr ebenfalls eine telefonische Sprechzeit für die Kursteilnehmer von der Leiterin Margret Grannemann-Böhme angeboten. Das bundesweite, anonyme und kostenlose Beratungsangebot Kinder- und Jugendtelefon kann dank einer Reihe von engagierten ehrenamtlichen Helfern während der Krisenzeit weiterlaufen. Wie es mit anderen in diesem Jahr anstehenden Events zur Spendengewinnung weitergehen wird, ist derzeit noch nicht abschätzbar. "Wir werden uns sehr um alternative Termine bemühen. In jedem Fall hoffen wir aber, dass unsere Freunde, Helfer und Unterstützer uns in dieser finanziell schwierigen Zeit die Treue halten. Gesundheit und Schutz gehen einfach vor. Sobald sich die Lage entspannt hat, freuen wir uns wieder, Klienten in unseren Räumen zu begrüßen, den offenen Treff für Familien zu gestalten und gemeinsam Feste zu feiern, um mit deren Erlösen unseren Verein auf ein festes finanzielles Fundament zu stellen", fügt Tanja Nau, die 1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes hinzu.

Spenden zur Unterstützung des Vereins können mit dem Betreff "Kindesschutz" auf folgende Konten getätigt werden: Sparkasse SÜW, IBAN: DE 78 5485 0010 0000 41244 oder VR-Bank Südpfalz, IBAN: DE93 5486 2500 0000 791717.



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Neuigkeiten aus der Presse

Hier finden Sie die neusten Presseartikel zu aktuellen Hilfsangeboten, Aktionen, Partnerschaften und Spenden. Viel Spaß beim Lesen!

BLAUER ELEFANT präsentiert Schutzkonzept
Neue Termine: Offener Treff für traumatisierte Mädchen
Mit-Mach-Fest im Landauer Goethepark

Neues von unseren Sponsoren

Unsere Sponsoren schaffen unsere finanzielle Grundlage. Mit ihren Geldspenden ermöglichen sie, dass der Kinderschutzbund zahlreiche Kinder, Jugendliche und deren Familien im Raum Landau-SÜW unterstützen kann. 

Im 14. Jahr über 12.000 Euro Konzerterlös für Kinderschutzbund
Edenkobener Gymnasiasten erlaufen Rekordspende